Liebstattsonntag mit veganen Lebkuchenherzen

Liebstattsonntag mit veganen Lebkuchenherzen

Für Lebkuchen gibt es, je nach Region, unzählige Rezepte. Meistens kommen Honig und Ei in den Teig. Doch diese Köstlichkeit, kann auch VEGAN gebacken werden.

Lebkuchenherz Schablone

Veganer Lebkuchen
Write a review
Print
Shopping Liste
  1. 200g Vollkornmehl (Weizen)
  2. 10g Backpulver
  3. 30g Kokosblütenzucker
  4. 3 g Lebkuchengewürz
  5. 100g Apfelmus
  6. 20g Agavensirup
  7. 20g Rapsöl
  8. 30g Kakao (gesüßtes, veganes Trinkkakaopulver)
Rezept
  1. Mehl, Backpulver, Kokosblütenzucker, Lebkuchengewürz und Kakao vermischen. Apfelmus, Agavensirup und Rapsöl hinzugeben. Alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten. Zu einer Kugel formen, in eine Folie einwickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank geben.
  2. Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  3. Teig zwischen zwei Backpapieren 1 cm dick ausrollen. Gewünschte Form ausstechen. 8-10 Minuten backen. Nicht länger! Der Teig härtet noch nach.
Dein Homespa http://dein-homespa.com/
Für die Herzen:

Aus Papier zwei Herz Schablonen machen (in der gewünschten Größe). Auf den Teig legen und mit einem Messer ausschneiden. Vor dem Verzieren müssen die Lebkuchenherzen vollkommen kalt sein! Sonst härtet die Glasur nicht.

Die Glasur mache ich ganz klassisch. Einfach ein paar Tropfen Zitronensaft mit Staubzucker und der gewünschten Farbzugabe glatt rühren. Optimal ist die Konsistenz, wenn die Zuckerglasur schon in der Rührschüssel klebrig ist und Fäden zieht. Für Rosa und Lila, verwende ich dunklen Hollerbeeren oder Cranberry Saft. Grün kommt vom Matcha Tee. Weiß aus Zucker und Zitronensaft. Ich fülle die Glasur in eine Ecke eines kleinen Gefrierbeutel und steche mit einem Zahnstocher ein Loch in die Spitze. Ihr könnt jedoch auch gerne Backpapier Stanitzel falten.

Lebkuchenherz Zuckerglasur

Los geht’s mit dem Verzieren! Und wie ihr seht, bin ich für diese filigrane Arbeit, absolut ungeeignet. Jeder sieht sofort, dass die Herzen selbstgemacht sind 🙂 Hiermit bitte ich auch gleich alle Tortenkünstler um Nachsehen… Und gelobe zu ÜBEN…ÜBEN…ÜBEN und nochmals ÜBEN! Nur diese „Kocharbeit“ mag ich am wenigsten… Es möge ein Packerl Geduld vom Himmel fallen

I mog di Lebkuchenherz

So, und nun möchte ich euch unbedingt noch nach Gmunden mitnehmen! Ich verspreche die Herzen aller Küchengöttinnen und Kochgötter, werden höher schlagen! Gmunden beherbergt nämlich einen besonderen Schatz! Also schnappt euch ein Lebkuchenherz, eine Tasse eures Lieblingsgetränks und kommt mit…♥

In der Stadt Gmunden, die direkt am Traunsee ist, liegt der Ursprung des Liebstattsonntag Brauchtums. Hier werden immerhin schon 1930 Herzal verschenkt. Dieser Brauch gehört auch zu den „Immateriellen Kulturgüter der UNESCO“. Gmunden ist auch sonst immer eine Reise wert! Eine alte Salzstadt mit ganz viel österreichischer Tradition. Umgeben von Berggipfel, die jährlich tausende Wanderer, Mountainbiker und Kletterer anlocken. An einem heißen Sommertag wimmelt es im Wasser nur so vor Segelbooten und Ausflugsschiffen. Selbst der älteste Raddampfer der Welt – Die Gisela -lädt zu einer Rundfahrt ein.

Mein Schatz und ich fahren wirklich gerne an diesen wunderschönen Ort. In der kalten Jahreszeit zieht es uns, für einen gemütlichen Spaziergang entlang des Traunsees, eine Runde im Toskana Park oder dem Weihnachtsmarkt im Schloss Ort, dorthin. Im Frühling machen wir es uns, mit vielen Gleichgesinnten, auf einem Steg gemütlich. Hier lassen sich die ersten warmen Sonnenstrahlen einfach traumhaft genießen. Im Sommer mieten wir uns ab und an ein Elektroboot und hüpfen von dort aus ins kühle Nass.

Die meiste Zeit geht es jedoch in die Berge. Rund um den See gibt es für jeden etwas zu erwandern. Zum Beispiel auf den Grünberg. Entweder ganz gemütlich per Gondel oder auf zahlreichen Wanderwegen. Als Belohnung wartet ein kleiner Bergsee. Wer hoch hinaus will, kann weiter auf den Katzenstein gehen. Für alpine Kletterer ist der Traunstein ein wahres Paradies.

4MP859 Digital Camera

Mein Lieblingsberg ist die „Schlafende Griechin“ (Erlakogel). Über diesen Berg gibt es eine romantische Sage. Sie handelt von einem Riesen und einer Meerjungfrau. Die lebten nämlich früher dort. Wenn ihr also das nächste Mal euren Wanderrucksack packt, fragt auf einer der zahlreichen Berghütten danach. Ich bin mir sicher, ihr lernt einen einheimischen Hüttengeist kennen, der euch diese Liebesgeschichte erzählt. ♥

4MP859 Digital Camera
Da wir gerade bei der Liebe sind… Ich will euch doch noch unbedingt zum Gmundner Schatz mitnehmen! Dieser vermag es, mich und viele Menschen aus der ganzen Welt, zum Strahlen zu bringen. Er weckt „Heimatgefühle“ und manch einer verbindet viele schöne Zeiten mit ihm. Neugierig?

Es sind diese kleinen Blumen, Kreise, Streifen, Hirsche oder andere kunstvolle Bemalungen. Liebhaber wissen jetzt sofort, was sich in der Schatzkammer versteckt…

Gmundner Keramik Blume
Die weltbekannte Gmundner Keramik. Selbst in meiner neuen Heimat, dem Mostviertel, wäre es unvorstellbar ohne dieses Geschirr. Fast jeder Bauernhof hat einen Mostkrug in der Stube. Mein uraltes Kaffeehäferl stammt aus diesem Werk und die sonntägliche Suppenschüssel natürlich auch.

Vor kurzem habe ich mir die Produktion angesehen. Vorab möchte ich mich gleich einmal bei den NETTEN DAMEN aus dem Geschäft und Atelier Bereich bedanken! Es war richtig toll bei euch! Danke für die liebevolle Werksbesichtigung. Es hat mich besonders beeindruckt, wie lange ihr schon im Unternehmen arbeitet. Liebe was du tust

Ich hätte mir nie im Traum gedacht, wieviel Arbeitsschritte für mein Jausenteller nötig sind. 60!!! Ja, ihr lest richtig 60 Arbeitsschritte. Das einzigartige an der Gmundner Keramik ist wohl die Handarbeit. Ich hatte riesige Maschinen und Hallen voller Lärm und Staub erwartet. Teller die durch die Luft fliegen. Stapelfahrer die laut hupen und natürlich Fotoverbot. WEIT GEFEHLT! Es war leise, sauber und man durfte fotografieren.

Deswegen kann ich euch jetzt auch ins Werk mitnehmen. Also nicht auf die ganze Tour. Die dürft ihr schon selber erleben. Sondern zu meinen Lieblingsstationen.

Turnschuhe anziehen – Los geht’s…♥

Dieser Bereich war vor dem Ofen. Bis dorthin wurden die Teller und Becher schon durch viele Hände gereicht.. Sie wurden geformt, gebrannt, teilweise schon bemalt und sorgfältig auf Holz gestapelt.

Jedes einzelne Geschirr wird mit Pinsel und Messer davon befreit. Am Arbeitsbereich einer Künstlerin wird per Hand, mit kleinen Pinseln welche man aus einem Wasserfarben Kasten kennt, jedes einzelne Stück bemalt. Außer bei der geflammten Serie. Da stehen zierliche Damen vor Farbschläuchen und schupfen tatsächlich gekonnt das Geschirr in die Luft. Das muss man unbedingt einmal gesehen haben. Unfassbar.

Gmundner Keramik Lager

Ein Traum oder… Hallen voller Gmundner Keramik.

Dieses Häferl habe ich im Anschluss an die Werksführung bemalt. Ihr seht also, mein Künstler-Gen ist nicht nur beim Herzal verzieren futsch, sondern zeigt sich auch sonst nirgends. Da ich aber jetzt weiß, wieviel Arbeit und Herz in Gmundner Keramik steckt, gehe ich noch wertschätzender mit dem Geschirr um.

Gmundner Keramik Kaffeetasse

Wenn ihr also in nächster Zeit einmal Lust habt euch in den Geschirrhimmel zu beamen… Hier findet ihr ihn: Gmundner 

Mein Mann fragt mich gerade, ob ich hier einen Werbebeitrag für Gmunden schreibe 🙂 Ihr WunderVollen – Nein, dass ist KEINER! Sonst würde ich es euch natürlich gleich sagen…♥

Diese schöne Stadt und ihr Geschirrschatz hat das auch gar nicht nötig… Die schöne Naturlandschaft reicht vollkommen aus. Da ich aber wie erwähnt dort aufgewachsen bin, lässt sich eine gewisse Sympathie mit dem Salzkammergut sicher nicht verbergen. Möchte ich auch gar nicht…

Viel Freude beim Liebstattsonntag Herzal backen!

Jasmin

Folge:

Hinterlasse einen Kommentar

Benachrichtige mich zu:
avatar
5000
wpDiscuz