Minimalismus…♥ Mehr oder weniger Glück?

Minimalismus…♥ Mehr oder weniger Glück?

Griaß eich…♥ Der heutige Blog Post liegt mir sehr am Herzen. Er ist wohl der Persönlichste, den ich bis jetzt geschrieben habe. Ich LIEBE Lebensmittel + Kochen + Essen! Jedes einzelne Rezept, das ihr hier am Blog findet, ist von mir selbst „entworfen“. Stammt aus unseren Kochtöpfen und kommt auch so auf unseren Tisch. In letzter Zeit war ich jedoch nicht mehr zufrieden mit unserem  Blog. Mir fehlte etwas… Doch dieses „Etwas“ zu finden war anspruchsvoller als gedacht. Fest stand nur, dass ich in Zukunft gerne mehr als ein „Food Blog“ sein wollte. Mir schwirrten viele Themen im Kopf umher. Manche werde ich auch realisieren.

Manchmal fordert einen das Leben auf „NEUE WEGE“ zu gehen. Man stößt quasi mit seinen Füßen an Eckpfeiler. Einige davon sind angenehm – ein anderes Mal tun sie einfach nur weh. Weshalb es auch Monate dauerte, diesen Beitrag vorzubereiten. Warum? Diese Kategorie war witzigerweise nämlich nicht geplant 🙂  Erst nach und nach stellte sich heraus, dass es jedoch genau dieses eine „Etwas“ war, nachdem ich gesucht hatte. Doch dafür durfte ich mich selbst auf eine persönliche Reise begeben.

Ab HEUTE haben wir auf dein HomeSpa ein zusätzliches Thema, das mich unglaublich DANKBAR macht:

MINIMALISMUS

Diese Artikel schreiben oder lesen sich nicht locker, flockig nebenbei. Jeder einzelne Beitrag fordert von einem Zeit + Hingabe + Liebe. Von EUCH genauso wie von MIR. Und ich hoffe deshalb sehr, dass euch die vielen folgenden Beiträge inspirieren. Eure Seele berühren und wir gemeinsam durch Weniger „Mehr“ werden.

Minimalismus ist ein sehr persönliches Bewusstsein. Von Außen betrachtet, denkt man womöglich zuerst an Ausmisten. Und das ist es zeitweise auch. Doch zuvor fordert dieses „Weniger“ eine klare Entscheidung von einem. Im heutigen ersten Beitrag möchte ich euch gerne erzählen, wie ein voller Esstisch mich auf diesen Weg des Loslassens brachte.

Ach du meine Güte! Wann? Wo? Wieso? Was soll das werden?

Ein Oktobertag: Verschwitzt stehe ich vor unserem Esstisch um das gesamte Chaos zu betrachten. Im Keller sah es gar nicht so viel aus. Seit Wochen freue ich mich auf diesen Moment. Und nun? Nun macht er mich traurig. Wieso weiß ich nicht genau. Er tut es einfach. Ohne auf mich und mein Gefühlschaos zu achten. Meine Augen füllen sich mit Tränen. Geplant waren Freudenschluchzer, Luftsprünge… und Jubelschreie. Doch nun umarmt mich die Fülle meines Lebens so fest, dass sie mich zu ersticken droht. Ich mag Weihnachten. Nein! Ich liebe es… Mit allem was dazu gehört. Jeden noch so kleinen Lebkuchenbrösel. Die Düfte. Das Glitzern. Die kalte Natur. Die Dekoration.

Und genau diese liegt nun vor mir auf dem Esstisch + Boden + in vollen Kartons.

Ich treffe spontan eine Entscheidung. Aus dem Bauch heraus. Ganz ohne Kopf…

Die nächsten 6 Monate werde ich keinen Krims Krams mehr kaufen. Nichts! Nada! Null! Nothing…♥

Am Abend erfährt mein „Bester Ehemann der Welt ♥“ davon und grinst beeindruckt. Obgleich auch gespannt. Wie ernst es mir ist, wird ihm (und mir) erst bewusst, als ich das Weihnachtschaos in der Wohnung dekoriert habe. Statt wie all die Jahre zuvor, bei meiner ersten Tasse Christmas Schoki, eine „Das fehlt uns noch“ Liste zu schreiben… Kritzle ich (aus noch lange Zeit unerfindlichen Gründen) eine „Das brauchen wir wirklich“ Skizze. Teelichter, Aufhänge Dinger für die Christbaumkugeln und Teelichter 🙂 Meine größte Panik ist nämlich, dass die Kerzen ausgehen und ich im Winter ohne meine Sucht da stehe. Im Dunklen – Alleine – mit meiner „No Krims Krams Shopping Challenge“, die mich doof angrinst. Der Plan ist also, am nächsten Tag sicherheitshalber, ein Kerzenlager in unserem Wohnzimmer zu eröffnen. Dazu muss ich natürlich noch in das größte Einkaufszentrum Oberösterreichs. 80 Kilometer entfernt. Auf eine Abschiedsrunde. Logisch, oder?

Und hier ihr WunderVollen kommt der wohl wichtigste Faktor des Minimalismus ins Spiel!

DIE ENTSCHEIDUNG!

Da ich die „No Krims Krams Shopping“ Entscheidung wirklich aus meiner Seele getroffen hatte, kaufte ich tatsächlich nur Teelichter. Nichts anderes! Was bei über 200 verschiedenen Geschäften voller Weihnachtsdeko mein erstes „Minimalismus Happymood“ Erlebnis war. Noch vor dem offiziellen Start.

Der 1. November konnte also kommen! Und mit ihm 6 Monate ohne Krims Krams Shopping…♥

Wie ihr jetzt bestimmt merkt, befinde ich mich noch mitten in der geplanten Aufgabe meines Konsums. Eines sei gleich verraten: Ich habe bis heute NICHTS gekauft! Null! Und nicht nur das – die Challenge ist mittlerweile gar keine mehr – sondern ein Geschenk, das ich nie mehr missen möchte…♥ 

Minimalismus…Was hat sich verändert?

Ich…♥

20 November: Ich stehe da und heule. Alleine. (Nein, die Teelichter waren nicht aus 🙂 ) Wieso komme ich nur immer auf solche gefühlsduseligen Ideen. Kein richtiger Weihnachtsmensch verzichtet freiwillig auf Christmas Shopping. Ich weiß doch noch nicht einmal wozu. Es ist doch so: Ganz viele Menschen sagen uns, dass wir alles andere als „KAUFSÜCHTIGE“ sind. Manche finden es bei uns sogar leer. Also wozu auf den Kaufrausch verzichten. Angeblich haben andere einen viel größeren Shoppingvogel, der ihnen leise Schnäppchensehnsüchte zu flüstert. Also los! Ab in den nächsten Einkaufstempel. Natürlich NICHT…♥

Die nächsten 30 Tage verbringe ich mit sonderbaren Sachen, für die ich früher keine Zeit hatte. (Okayy…Mir keine genommen habe.) Die tägliche Werbeflut aus unserem Postkasten interessiert mich nämlich immer weniger. Statt dessen genieße ich weihnachtliche Schnulzenfilme. Lese viele Bücher und ertappe mich bei der Frage, wie es wohl hinter der ein oder anderen Schranktür in unserem Zuhause aussieht. In jenen Fächern, die niemals ein Besucher zu sehen bekommen hat. Da wo sich das wahre Krims Krams Chaos befindet. Ganz ohne Deko – Pur und Überfüllt – mit Sachen, deren Kaufgrund und Sinn ich vergessen habe.

20 Dezember:  Zeit für Weihnachten. In meinem Herzen macht sich Ärger breit. Und das Gefühl von Mangel. Warum? Aus Gewohnheit. Ich gehöre doch zu jenen Menschen, die schon vor der stillsten Zeit des Jahres planen, welche Schnäppchen nach dem Fest ergattert werden. Der „Nach Weihnachten Shopping Tag“ ist doch bei uns eine Art Ritual. Der fällt heuer wohl aus. Und deshalb tue ich mir selber unendlich leid. Ich beginne im Internet nach dieser „Nicht Shopping Queen Krankheit“ zu suchen und werde fündig!

Tausendfach erzählen (meist Frauen 🙂 ) von ihrer Reise. Mir wird erstmals das Wort Minimalismus vorgestellt. Ganz viele Ladys erzählen von ähnlichen, durchgeknallten Gefühlen wie meinen. Und was in diesem Moment der „Entgiftung vom Kaufrausch“ noch richtig verrückt klingt… Sie quatschen etwas von neu gefundener Zufriedenheit. 

Die mir besonders wichtigen Rauhnächte verbringe ich in diesem Jahr mit tiefgründigen Fragen über meine Kaufsucht und shoppinglosen Plänen für das neue Jahr.

Hab ich mich etwa in so eine „Sinn Kauffrau“ verwandelt? Wieso verschwindet das Verlangen nach Shoppinganfällen? Wer ist diese Frau im Spiegel und warum hat sie kein Bedürfnis mehr nach Krims Krams. 2 Monate! 2 Monate und ich fühle mich „nackt“. So ganz ohne dem vorgefertigten Frauenbild von der „Glücklichen Shopping Lady“….

1- 14 Jänner 2017: Die ersten Tage des Jahres. Überall fliegt Schnäppchenwerbung durch die Briefkastenschlitze. Ich kaufe NICHTS! Ja, NICHTS! Irgendwie fühlt sich der Gedanke an eine Krims Krams Shopping Orgie „belastend“ an. Mir ist mehr nach Loslassen zumute. Und nach noch mehr Veränderung. Wir starten mit der Bowl Challenge…♥

15 Jänner: Ich beginne die Dinge meines Lebens genauer zu betrachten. Mir wird bewusst, dass ich bei all diesen Sachen niemals nach der Herkunft gefragt habe. Oder gar nach der Notwendigkeit. Wie und wo wurden all die Sachen produziert? Wozu braucht ein Mensch überhaupt Deko? Ist unser Zuhause so „gefühlskalt“? Muss ich es wirklich mit Krims Krams „liebevoller“ gestalten? Quasi eine Showeinlage zum realen Leben… Oder können mein Schatz und ich auch sehr gut ohne diesem Zeug leben? (P.S: YES! WE CAN…♥)

Unser Zuhause wurde einfach von Jahr zu Jahr MEHR. Und doch WENIGER.

Zwei Fragen die alles auf den Kopf stellen!

Diese zwei Fragen berührten mich so sehr, dass ich NÄCHTELANG NICHT SCHLAFEN konnte. Um auf die Antwort zu kommen, flossen viele Tränen. Tagelang. Das Gefühl und die Tiefe der Worte und Bilder, die in meinem Kopf entstanden, möchte ich nie wieder verlieren. Mit ihnen begann eine tolle neue Reise in meinem/unserem Leben. Die kein Krims Krams der Welt jemals hervorgerufen hätte. Ich fand mich! Wir fanden uns.

Ehrlicher… Ängstlicher… Nackter… Liebevoller und Dankbarer als je zuvor.

Ganz ohne super gestyltem DEKO Zuhause oder Schränken voller Zeug, das wir einmal unbedingt brauchten. Und das uns Stück für Stück die Luft zum Atmen raubte. 

In den kommenden Minimalismus Beiträgen werden wir gemeinsam Ausmisten! Zeug loslassen! Tolle neue Gewohnheiten lernen und rausfinden, warum ZUVIEL manchmal WENIGER bedeutet. Wenn ihr mögt, nehme ich euch ab heute einmal in der Woche mit auf dieses Abenteuer…♥

ZWEI FRAGEN:

„Was würdest du vermissen, wenn ein Feuer in deinem Zuhause ausbricht und du nur 5 Minuten Zeit hast, um das Wichtigste zu retten? Wozu sammelst du dann so viele Dinge?“

xoxo Jasmin

Minimalismus - Dein HomeSpa

 

 

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4 Kommentare auf "Minimalismus…♥ Mehr oder weniger Glück?"

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Angela
Gast

Hallo Jasmin,
ein schöner Post. Leider kann ich nur 100 Zeichen tippen, das reicht nicht 🙁

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