Veganer Brioche und Godnküpfi

Veganer Brioche und Godnküpfi

Warum? EI ERSATZ ist wirklich ein Kinderspiel. Doch ich benutzte früher immer ein Brioche Rezept mit DOTTER. Also ohne Eiklar. Nun dachte ich mir: „Okay, lass ich den Dotter eben auch weg.“ Tja, dass stellte sich doch als schwierig heraus und es waren viele Versuche nötig. Irgendwann hatte ich endlich ein Grinsen im Gesicht und den Duft von frischem Brioche in der Nase. Er lässt sich sogar „zupfen“ und saugt sich richtig schön mit Kakao voll, wenn man ihn hinein tunkt. Am Besten schmeckt der frische Brioche mit veganer Butter und selbstgemachter Rhabarber Marmelade…

Veganer Brioche
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  1. 60g helles Dinkelmehl (nehmt hier ein sehr fein gemahlenes Mehl mit guter Qualität)
  2. 440g griffiges Weizenmehl
  3. 1 Sackerl BIO Trockengerm (9g)
  4. 4g Salz
  5. 40g Kristallzucker
  6. 40g Kokosjoghurt
  7. 150g Sojamilch light
  8. 1,5 EL Zitronenessig
  9. 70g vegane Butter
  10. 1TL Vanilleöl
  11. geriebene Zitronenschale von einer halben Zitrone
  12. 20g Apfelmus
  13. 2EL BIO Rapsöl + 2 EL Sojamilch vermischen
  14. Hagelzucker
Rezept
  1. In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Salz vermischen.
  2. Eine Mulde formen und das Kokosjoghurt hinein geben.
  3. Vanilleöl, Apfelmus und geriebene Zitrone hinzu.
  4. Vegane Butter schmelzen und in die Schüssel geben. (Nicht zu sehr erhitzen)
  5. Sojamilch erwärmen. Zitronenessig hinein geben. Gut umrühren. Wenn die Sojamilch zu flocken beginnt, die Mischung in die Schüssel gießen. (Die Sojamilch muss dabei unbedingt noch lauwarm sein)
  6. Trockengerm darüber streuen und alles zu einem glatten Teig kneten.
  7. Wenn der Teig schön glatt geknetet ist, diesen an einem warmen Ort 1 Stunde aufgehen lassen. Ich heize dafür mein Backrohr auf 50 Grad vor. Und stelle eine backfeste Schale heißes Wasser hinein. Bevor ich die vegane Butter schmelze, schalte ich den Ofen aus. Wenn der Teig fertig geknetet ist stelle ich diesen, ohne Deckel, ins Backrohr. Ein guter Platz, ohne Zugluft, an dem der Teig "wachsen" kann.
  8. Nach einer Stunde kommt der Briocheteig, ohne zusätzliches Mehl, auf die Arbeitsfläche.
  9. Backofen auf 160 Grad Heißluft vorheizen. Die Wasserschüssel noch einmal auffüllen und auf den Backofenboden stellen.
  10. Zum Flechten den Teig in 3 gleichmäßige Stücke teilen. Geübte in 4 oder 6.
  11. Diese zu Kugeln formen und mit den Händen zu gleichmäßigen Strängen rollen.
  12. Alle Stränge am oberen Ende zusammendrücken und mit dem Daumen festdrücken.
  13. Zu einem Zopf flechten und die Enden einschlagen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backbleck legen.
  14. Mit der Öl-Milch Mischung wirklich überall gut einpinseln. Das gibt die goldenen Farbe. Den Rest der Mischung aufbehalten.
  15. Mit Hagelzucker bestreuen.
  16. Das Backblech in den Ofen und ca.20 Minuten bei 160 Grad Heißluft backen.
  17. Nach 15 Minuten die Hitze auf 190 Grad Heißluft erhöhen und ca.5 Minuten, goldgelb backen.
  18. Ganz wichtig ist, dass der Backofen die ganze Zeit geschlossen bleibt! Der Brioche wird sonst hart. Im Vergleich zu Pizzateig, wird Brioche nämlich durch die Hitze des Wasserdampfes gebacken und nicht nur durch trockene Ofenwärme!
  19. Aus dem Ofen nehmen und sofort mit der restlichen Öl-Milch Mischung betupfen.
  20. FERTIG...♥
Dein Homespa http://dein-homespa.com/
Da ja bald Ostern ist, habe ich natürlich auch ein Godnküpfi geflochten. Das Godnküpfi ist bei uns im Mostviertel ein Brauch, der zu Ostern gebacken wird.

Osterdeko

Unsere Taufpaten werden „Godn“ genannt. Zu Ostern bringen diese Goden ihrem Täufling, bis zur Firmung, jährlich ein selbstgebackenes Briochekipferl mit einer Münze mit. Das ist eine lange Tradition die daran erinnert, dass Godn oftmals ihren Patenkindern sehr nahe stehen und ihre Rolle als Taufpaten wertschätzen. Ich finde diesen Brauchtum wieder einmal sehr liebevoll. Heute, in moderneren Zeiten, darf es ruhig auch mehr als eine Münze sein:-)

Godnküpfi

Der Godnküpfi Teig war, wie ihr am Foto seht, zwar zu mehlig, da ich beim ersten Versuch, die Arbeitsfläche bemehlt hatte und somit den Briocheteig wieder in Germteig verwandelt habe…:-)) Doch ich finde auch solche „Back Desaster“ dürfen ruhig gezeigt werden. Zum Glück darf man ja manches öfter Backen.
Das tat meiner gedanklichen Zeitreise jedoch rein gar nichts. Während ich das Godnküpfi geflochten habe, dachte ich an unser Patenkind. Wie schnell die Zeit vergeht erkennt man nämlich am wachsen der Geldscheine:-))

Liebe Grüße,
Jasmin

Blume

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