Veganer Lieblings – Marmorgugelhupf

Veganer Lieblings – Marmorgugelhupf

Griaß eich…♥  Heute gibt es wieder einmal einen richtigen Klassiker der österreichischen Küche. Weshalb es mir eine besondere Freude ist, mit euch unser veganes Lieblings – Marmorgugelhupf Rezept zu teilen! Es gibt Mehlspeisen, die einfach schon beim Anblick ein Stück „Heimat“ ins Herz zaubern. Für mich ist das ganz klar dieser Kuchen. Mit ihm verbinde ich wirklich viele liebevolle Erinnerungen. Ob das Rührschüssel ausschlecken als Kind 🙂 Lustige Zeiten mit Lieblingsmenschen und wunderschöne Festlichkeiten… Alleine die Backformen machen mich unendlich glücklich. Daher gibt es auch selten einen Flohmarkt, auf dem ich nicht Ausschau nach einer gut erhaltenen Gugelhupf Form halte. Ob mit rosa Punkten… aus Keramik… prunkvoll bemalt… oder einfach ein Fundstück von einem uralten Dachboden…♥

Vegan - Marmorgugelhupf - Plantbased - Austria - Soulfood - Tradition - Brauchtum - Mostviertel - Hochzeit

Wer hat den Marmorgugelhupf erfunden?

Die einen behaupten er stammt aus Frankreich – andere wie ich glauben eher die Version aus Österreich. Fakt ist aber, dass der erste Gugelhupf der Welt aus Germteig bestand, da ein „Biskuitkuchen Teig“ in römischen Zeiten wenig Anklang gefunden hätte. Ja, so alt ist dieser Kuchen in seiner typischen Backform schon.

Was bedeutet der Name Gugelhupf?

Das Wort lässt sich vom lateinischen ableiten. Gugel steht für „Cucullus“ = Kapuze und „Hopf“ für Hefe.

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Wieso gibt es so viele unterschiedliche Formen?

Dieser Kuchen hatte schon immer etwas sehr festliches an sich. Er wurde seit seiner Entstehung bei bestimmten feierlichen Ritualen serviert. Wie etwa Hochzeiten, Taufen, Sonnwendfesten usw. Um den Anlass gebührend zu ehren, entstand die klassische Gugelhupf Form. Diese ist immer mit abgerundeten, strahlenförmigen Ecken, welche die Form der Sonne wiederspiegeln sollen. Da die Kraft des Lichts schon immer als „heilig“ angesehen wurde. Der Legende nach sollen selbst die Hl. drei Könige mit den Hirten ein Brot gebacken haben, das die Form eines Gugelhupf hatte.

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Die geflochtenen Backformen umgibt eine tolle „Sage“.

Sie wurde angeblich von Bäuerinnen ins Leben gerufen. Die ledigen, jungen Hofdamen durften ihre wunderschön geflochtene Haarpracht  nur so lange zeigen, bis sie unter der „Ehehaube“ waren. Je aufwendiger die Frisur, umso schöner und begehrter die Trägerin.

Am Tag der Hochzeit ist es bis heute mancherorts Brauch einen Hochzeits – Gugelhupf zu backen. Dieser soll Reichtum, Kindersegen und viel Liebe in die Ehe bringen (also Licht…).

Am Hochzeitsfest soll früher vom Zeremonien Meister ein folgenschwerer Satz gerufen worden sein:“ Setz dei Gugl auf“ was österreichische Mundart ist und „Setze dir dein Kopftuch auf!“ bedeutet. Ab diesem Moment war für jeden Dorfbewohner sichtbar, dass die holde Maid nun offiziell vom Markt war. Und ihr geflochtenes Haar nur mehr vom Ehemann bestaunt werden durfte. Als Andenken an die freie und jungfräuliche Zeit wurde, extra für die Braut eine Gugelhupf Form mit einem geflochtenen Zopf angefertigt. Diese fand in der Ehe nur mehr Verwendung,  um anderen Frauen einen leckeren Kuchen zu backen. Welcher so auch ein Ausdruck von weiblicher Verbundenheit wurde. Man nahm den Gugelhupf mit zur Feldarbeit, machte eine kleine Pause, gab das Kopftuch herunter und ließ kurz den oftmals sehr harten „Ehealttag der Frau“  für ein paar Minuten hinter sich. Weshalb es an vielen Bauernhöfen bis heute Tradition ist, dass in der Küche eine Gugelhupf Form hängt –  Als Willkommensgruß unter Freundinnen und Zeichen der Weiblichkeit.

Ihr WunderVollen… ♥ Was ist euer Lieblingskuchen? Steht der Marmorgugelhupf ganz weit oben? Ich bin schon gespannt auf eure Kommentare! Viel Freude beim Backen…♥

xoxo Jasmin

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Shopping Liste für einen mittleren Marmorgugelhupf:

 

  • 125g vegane Butter
  • 230g Dinkelmehl
  • 20g Stärkemehl
  • 10g Backpulver
  • 10g Vanillezucker
  • 70g braunen Zucker
  • 125g Apfelmus
  • Abrieb einer viertel Zitrone
  • 150ml Soja light
  • 3 – 4 Tropfen Rum Aroma
  • 3 – 4 Tropfen Vanille Aroma
  • 1 – 1,5 TL Rohkakao Pulver
  • etwas vegane Butter zum Einfetten der Form und ca. 2 EL vegane Semmelbrösel

 

 

Rezept:

In eine große Rührschüssel der Reihe nach: Butter, Dinkelmehl, Stärkemehl, Backpulver, Vanillezucker, braunen Zucker, Apfelmus, Abrieb einer viertel Zitrone, Vanille Aroma und Soja light geben. Vorsichtig mit dem Mixer vermischen, bis eine glatte, cremige Masse entsteht.

Backofen auf 180 Grad Heißluft vorheizen. Die Gugelhupf Form gut einfetten und „ausbröseln“. (Brösel in der Form hin und her schwenken bis alles schön bedeckt ist.)

Mit einem Esslöffel ca. die Hälfte der Kuchenmasse in die Gugelhupf Form geben.

Den restlichen Teig in der Rührschüssel mit dem Rohkakao und Rum Aroma verrühren und ebenfalls mit dem Esslöffel in die Gugelhupf Form schichten.

Ca. 35 – 40 (je nach Größe der Form) auf mittlerer Schiene backen. Macht vor dem Ausschalten des Ofens bitte eine Nadelprobe! Aus dem Ofen nehmen und so lange auskühlen lassen, bis er nur mehr lauwarm ist. Erst danach aus der Form stürzen.

 

Folge:

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